„Die Analyse des Geistes“ von Bertrand Russell ist eine philosophische Untersuchung, die das Wesen geistiger Phänomene und ihr Verhältnis zum Bewusstsein erkundet und im frühen 20. Jahrhundert verfasst wurde. Dieses Werk unternimmt es, etablierte Definitionen von Geist und Bewusstsein einer kritischen Prüfung zu unterziehen und setzt sich mit zeitgenössischen psychologischen und physikalischen Theorien auseinander, um ein umfassendes Verständnis geistiger Prozesse zu vermitteln. Die Eröffnung des Buches legt die Absicht des Autors dar, zu analysieren, was bei geistigen Tätigkeiten wie Glauben und Begehren geschieht, und entfaltet eine kritische Prüfung der herkömmlichen Auffassung, dass Bewusstsein ein grundlegendes Element geistiger Erfahrungen sei. Russell beginnt damit, die allgemein vertretene Überzeugung zurückzuweisen, dass Bewusstsein ein wesentliches Merkmal sei, das geistige Phänomene definiere, und argumentiert stattdessen, dass sowohl „Geist“ als auch „Materie“ einer primitiveren Substanz entspringen könnten, die beiden zugrunde liegt. Er führt verschiedene psychologische Theorien ein, darunter den Behaviorismus und die Psychoanalyse, und betont die Bedeutung beobachtbaren Verhaltens sowie die möglichen Probleme im Zusammenhang mit der Selbstwahrnehmung beim Verstehen von Wünschen und Überzeugungen. Im Verlauf dieser Einleitung bereitet Russell den Boden für eine gründliche Erkundung geistiger Vorgänge jenseits der vereinfachenden Deutungen, wie sie in Philosophie und Psychologie üblicherweise zu finden sind.