„Indian Child Life“ von Charles A. Eastman ist eine Sammlung autobiografischer Erzählungen, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurden. Das Buch bietet Einblicke in das Leben und die Kultur amerikanischer Ureinwohnerkinder – insbesondere aus der Perspektive Eastmans, der Mitglied des Sioux-Stammes ist. Durch die Darstellung seiner eigenen Kindheitserfahrungen möchte er die Einfachheit und Schönheit des indigenen Lebens gegenüberstellen und gleichzeitig auf die harten Realitäten hinweisen, mit denen sein Volk konfrontiert war. Der Beginn des Buches führt den Leser in Eastmans frühe Erlebnisse als Mitglied des Sioux-Stammes ein und beschreibt insbesondere die Zeit, die er bei seiner Großmutter verbrachte. Er schildert lebhaft seine Kindheitserinnerungen, betont kulturelle Bräuche wie Namenszeremonien und Kinderspiele und erwähnt auch die Schwierigkeiten, mit denen sein Volk in den turbulenten Zeiten der amerikanischen Expansion konfrontiert war. Wir lernen mehr über seine liebevolle Beziehung zu seiner Großmutter sowie die Lebenslektionen, die sie ihm vermittelte – insbesondere die Bedeutung der Natur und des Umweltschutzes für die Erziehung indigenischer Kinder. Diese nostalgische Darstellung legt den Grundstein für die folgenden, reichhaltigen Geschichten und lädt den Leser ein, das Herzstück der indigenen Kindheit zu verstehen und zu schätzen.