„Pan-Islam“ von G. Wyman Bury ist eine politische und soziale Analyse, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Der Text untersucht die panislamische Bewegung – insbesondere ihre Auswirkungen während und nach dem Ersten Weltkrieg – und stellt sie als Reaktion der Muslime auf die äußere Ausbeutung ihrer Ressourcen dar. Bury stützt sich auf seine umfangreichen Erfahrungen in der muslimischen Welt, um Einblicke sowohl in den historischen Kontext als auch in die zeitgenössische Relevanz des Pan-Islam zu geben. Der einleitende Teil von „Pan-Islam“ erläutert die Ziele und Herangehensweise des Autors und macht deutlich, dass das Buch für ein allgemeines Publikum bestimmt ist, das sich für die Komplexitäten rund um den Islam sowie seine globalen Auswirkungen interessiert. Bury betont, dass die panislamische Bewegung nicht nur religiöser Natur ist, sondern aus einem praktischen Bedarf an Einheit unter Muslimen gegenüber wahrgenommenen Bedrohungen durch nicht-muslimische Nationen hervorgeht. Er skizziert die historischen Wurzeln und die vielschichtige Struktur des Pan-Islam und erörtert dessen Bedeutung im Kontext der globalen Politik, der sozialen Zusammengehörigkeit unter Muslimen sowie seiner potenziellen Auswirkungen auf die internationalen Beziehungen in einer von Krieg und kolonialen Interessen geprägten Zeit.