„Eine Geschichte der Epidemien in Großbritannien, Band 1 (von 2)“ von Charles Creighton ist eine historische Abhandlung, die Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Werk untersucht das Auftreten und die Auswirkungen von Epidemien in Großbritannien vom Jahr 664 n. Chr. bis zum Verschwinden der Pest in den Jahren 1665–1666 und beleuchtet dabei verschiedene bedeutende Ausbrüche sowie ihre sozioökonomischen Folgen über die Jahrhunderte hinweg. Zu Beginn dieses Bandes legt Creighton den Rahmen und die zeitliche Abfolge der behandelten Epidemien fest, beginnend mit dem frühesten aufgezeichneten Pestausbruch im Jahr 664, wie er in Bedas „Kirchengeschichte“ erwähnt wird. Er erörtert die Zusammenhänge dieser Ausbrüche insbesondere hinsichtlich der Verbindung zwischen Hungersnöten und Krankheiten im mittelalterlichen Großbritannien sowie deren Wechselwirkung mit gesellschaftlichen Umwälzungen. Zudem beschreibt Creighton den systematischen Ansatz, den er bei der Sammlung verschiedener historischer Quellen und medizinischer Literatur angewandt hat, um schließlich das erste umfassende epidemiologische Werk über Großbritannien und Irland zu verfassen. Diese Einleitung bereitet den Weg für eine detaillierte Untersuchung dessen vor, wie diese Epidemien über einen langen Zeitraum die öffentliche Gesundheit, sozialen Strukturen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Großbritannien geprägt haben.