„Fabeln von La Fontaine“ von Jean de La Fontaine ist eine Sammlung allegorischer Fabeln, die zwischen 1668 und 1694 veröffentlicht wurde. Diese 243 Erzählungen, inspiriert von antiken Fabeldichtern wie Aesop und Phaedrus, handeln von anthropomorphisierten Tieren und enthalten sowohl ausdrückliche als auch implizite moralische Botschaften. La Fontaine schuf damit ein neues literarisches Genre, das sich von traditionellen didaktischen Formen absetzte und Stil sowie Witz als Lehrmittel nutzte. Die Fabeln wurden zu einem Eckpfeiler der französischen klassischen Literatur und zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Bildung in Frankreich – sowohl von Jesuitenlehrern genutzt als auch bis ins 20. Jahrhundert in die Lehrpläne der Grundschulen integriert.
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