„Die Philippinen – Justizverwaltung“ von Carlos Villarragut y Estevan ist eine detaillierte historische Abhandlung, die Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Buch behandelt das Rechtssystem und die Justizverwaltung auf den Philippinen während der spanischen Kolonialzeit. Durch gründliche Untersuchungen wird die justizielle Struktur, die Rolle verschiedener Richter und Gerichte sowie die Art und Weise dargelegt, wie Gerechtigkeit unter den verschiedenen Bevölkerungsgruppen des Archipels ausgeübt wurde. Der Text geht auf verschiedene Aspekte des von den Spaniern geschaffenen Rechtsrahmens ein, einschließlich der auf den Inseln geltenden Gesetze sowie der Organisation lokaler Gerichte und Richter. Villarragut gibt Einblicke in die Funktionen verschiedener Justizbeamter – wie der lokalen Richter (Gobernadorcillos) sowie der höheren Justizbehörden wie der Real Audiencia und dem Obersten Gerichtshof. Zudem untersucht er die Wechselwirkungen zwischen traditionellen indigenen Praktiken und den von den Spaniern aufgezwungenen Rechtsstrukturen und erläutert ausführlich die zivil- und strafrechtlichen Systeme sowie deren Auswirkungen auf die Einwohner. Insgesamt dient das Buch sowohl als historisches Dokument als auch als Analyse des Rechts und der Ordnung auf den Philippinen und betont dabei die Bedeutung der Verwaltungsjustiz im kolonialen Kontext.