„Rocky Fork“ von Mary Hartwell Catherwood ist ein Roman, der Ende des 19. Jahrhunderts geschrieben wurde. Die Handlung spielt in den Hügeln und Tälern Zentrals Ohio und folgt der lebhaften Melissa „Bluebell“ Garde auf ihrem Weg durch die Schulzeit, lokale Bräuche sowie die Gefahren und Freuden eines ländlichen Lebens – zusammen mit ihrer kleinen Schwester Rocco, ihrem medizinisch tätigen Vater und ihrer häufig zu Besuch weilenden Tante Melissa. Man erwartet zarte Familienmomente, lebendige Szenen im Klassenzimmer, industrielle Hintergründe sowie gelegentliche Gefahren auf der Grenze – alles durch die scharfe Augen eines Kindes dargestellt. Der Roman beginnt damit, dass Bluebell ihren Weg zur Holzschule unter dem freundlichen Herrn Pitzer antritt. Dort taucht jedoch der wohlhabende Mr. Runnels auf und startet eine „Geographieschule“, bei der das Auswendiglernen von Karten die Schüler begeistert. Nachmittags tauschen die Kinder Süßigkeiten und spielen Spiele; am Abend wird es dringend, als ein Ofenarbeiter verletzt wird – Bluebell und ihr Vater begeben sich daraufhin auf ihrem zuverlässigen Pferd Ballie in die Gefahren der „Narrows“. Am nächsten Tag trifft eine gebildete Verwandte namens Miss Melissa Calder ein; sie bringt Geschenke mit, besucht die Schule und nimmt mittags am Schaukeln der Mädchen teil. Der Abschnitt endet mit einem anhaltenden Streit um ein wertvolles Blatt Papier sowie einem hitzigen Rechtschreibwettbewerb – während sich gleichzeitig ein Sturm zusammenbraut. Dadurch werden die Lebensrhythmen der Gemeinschaft, kindliche Rivalitäten sowie das Zusammenspiel von Lernen und Gefahr deutlich, die Bluebells Welt prägen.