„Astrologie in der Medizin“ von Charles Arthur Mercier ist eine wissenschaftliche Vortragsreihe, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Sie untersucht, wie sich die astrologischen Lehren entwickelten und warum sie einst für Ärzte unverzichtbar schienen. Dabei wird das technische System der Astrologie – Zeichen, Planeten, Häuser, Aspekte und „Säfte“ des Körpers – detailliert beschrieben; gleichzeitig wird argumentiert, dass diese Lehren den medizinischen Fortschritt behinderten, obwohl sie jahrhundertelang die ärztliche Praxis prägten. Der Einstieg in das Werk gibt einen Überblick über den weiten historischen Einfluss der Astrologie sowie deren plötzliches Verschwinden; anschließend werden ihre grundlegenden Konzepte erläutert, damit Leser verstehen können, wie sie ursprünglich dazu dienen sollten, Ärzte zu leiten. Mercier erklärt die vier elementaren Qualitäten und die Anordnung der Planeten im Tierkreis, verbindet jedes Zeichen mit bestimmten „Säften“, Lebensphasen und Körperteilen und führt die sieben traditionellen Planeten sowie ihre Auswirkungen auf Menschen ein. Er zeigt außerdem, wie sich die Kraft eines Planeten je nach Zeichen, Haus, Aspekt und Zeitpunkt ändert. Zudem definiert er die zwölf „Häuser des Himmels“ und ihre Bedeutung, erläutert verschiedene Aspekte der astrologischen Beziehungen zwischen Planeten und erklärt praktische Regeln wie die Auswirkungen bestimmter Planetenzeiten auf das menschliche Schicksal. Um zu veranschaulichen, wie ein Astrologe vorgeht, interpretiert er eine Geburtsanalyse und prognostiziert damit eine kriegerische Laufbahn, die in einer Katastrophe endet – ein Beispiel, das sowohl die innere Logik des Systems als auch seine Willkür aufzeigt.