„Der Herbst einer Frau“ von Marcel Prévost ist ein Roman, der Ende des 19. Jahrhunderts geschrieben wurde. Die Geschichte handelt von Julie Surgère, einer jungen Frau, die mit ihren Emotionen und Beziehungen zu kämpfen hat – insbesondere mit ihren komplizierten Gefühlen für Maurice Artoy – und dabei sowohl gesellschaftlichen Erwartungen als auch persönlichen Dilemmata gegenübersteht. Der Roman thematisiert Liebe, Moral sowie die Schwierigkeiten von Frauen in einer von Männern dominierten Welt. Zu Beginn der Erzählung lernen wir eine stille Kapelle in Paris kennen, in der viele Frauen Trost und Verbindung zu ihrem Glauben suchen. Hier treffen wir Julie, die während ihrer Gebete offensichtlich inneren Konflikten ausgesetzt ist. Nach einem Gespräch mit Abbé Huguet, in dem ihre emotionalen Probleme ans Licht kommen, gesteht sie ihre wachsenden Gefühle für Maurice ein und reflektiert über ihre unangemessene Beziehung zu ihm. Die Einleitung legt den Grundstein für Julies schwierigen Weg der Selbsterkenntnis sowie die moralischen Konflikte, mit denen sie konfrontiert ist, wenn sie versucht, ihre Wünsche mit den Erwartungen der Gesellschaft in Einklang zu bringen.