„Primitive Psychotherapie und Scharlatanerie“ von Robert Means Lawrence ist eine wissenschaftliche Veröffentlichung aus dem frühen 20. Jahrhundert. Dieses Werk untersucht historische Heilmethoden sowie die psychologischen Faktoren, die zu ihrer Wirksamkeit beitragen – insbesondere Amulette, magische Zauber und die Rolle der Fantasie in therapeutischen Kontexten. Der Autor argumentiert, dass viele primitive Therapiemethoden sowie der Erfolg scharlatanischer Behandlungen eher auf dem Einfluss von Suggestion und mentaler Beeinflussung beruhen als auf intrinsischen medizinischen Eigenschaften dieser Methoden. Bereits zu Beginn des Textes wird die Idee eingeführt, dass Amulette und Zauber – oft durch den Blickwinkel der Superstition betrachtet – über die Jahrhunderte hinweg eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung medizinischer Praktiken gespielt haben. Lawrence erläutert, wie angenommen wurde, dass diese Gegenstände schützende oder heilende Kräfte besitzen – und zwar hauptsächlich aufgrund des Glaubens sowie der Fantasie der Menschen, die sie nutzten. Zudem weist er auf den Übergang von diesen archaischen Praktiken zu modernen psychologischen Heilverfahren hin und stellt so einen Zusammenhang zwischen historischen Überzeugungen vom Übernatürlichen und zeitgenössischen Verständnissen von psychischer Gesundheit und Therapie her.