„Der Mantel und andere Erzählungen“ von Nikolai Wassiljewitsch Gogol ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die Anfang des 19. Jahrhunderts verfasst wurden. Die Geschichten thematisieren häufig die Absurditäten des Lebens in der russischen Gesellschaft und nutzen Satire sowie Humor, um Charaktere und ihre Torheiten zu kritisieren. Einer der zentralen Figuren ist Akaki Akakijewitsch – ein bescheidener, unbemerkter Regierungsangestellter in Sankt Petersburg, der humorvoll als völlig hingebungsvoll seiner eintönigen Arbeit beim Kopieren von Dokumenten dargestellt wird. Gogol zeichnet ein lebendiges Bild von Akakis trübsinnigem Leben, das durch schlecht sitzende Kleidung sowie ständige Spötteleien seiner Kollegen geprägt ist. Als Akaki feststellt, in welchem Zustand sein alter Mantel sich befindet, beschließt er, einen neuen zu kaufen – und damit wird der Weg für seine Veränderung geebnet. Die Erzählungen untersuchen auf satirische Weise Themen wie soziale Ausgrenzung und die menschliche Natur. Zudem wird das Zusammenspiel zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und persönlichen Wünschen angedeutet, was die Schwierigkeiten vorwegnimmt, mit denen Akaki im Kampf um Würde konfrontiert sein wird – und zwar durch etwas Einfaches, doch Tiefgreifendes wie einen Mantel.