„Wo Liebe ist, da ist auch Gott“ von Graf Leo Tolstoi ist eine Novelle, die Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Dieses literarische Werk reflektiert über Themen wie Glaube, Mitgefühl und die Bedeutung, ein Leben für einen höheren Zweck zu führen. Durch die Geschichte eines bescheidenen Schusters erörtert Tolstoi das Konzept, dass wahre Dienstbarkeit gegenüber Gott in Taten der Güte gegenüber anderen liegt – eine moralische Botschaft, die für die Menschheit von Bedeutung ist. Die Erzählung handelt von Martuin Avdyeitch, einem Schuster, der in einer bescheidenen Unterkunft lebt und mit dem Verlust seines einzigen Sohnes Kapitoshka zu kämpfen hat. Überwältigt von Verzweiflung fragt sich Martuin den Sinn seines Daseins, bis er auf einen alten Mann trifft, der ihn auf die Lehren Christi hinweist. Als Martuin anfängt, das Evangelium zu lesen, findet er Trost und Veränderung in seinem Leben. Eines Tages erwartet er Christi Besuch, öffnet sein Fenster nach draußen und kommt dabei mit verschiedenen Menschen in Kontakt – darunter die Frau eines leidenden Soldaten sowie ein reuevoller Junge, der Diebstähle begeht. In jedem dieser Begegnungen zeigt Martuin Mitgefühl und Selbstlosigkeit und erkennt schließlich, dass er durch das Helfen anderer die wahre Gegenwart Gottes in sich selbst entdeckt – was mit der Botschaft übereinstimmt, dass jede gute Tat gegenüber Bedürftigen gleichbedeutend mit dem Dienst an Gott ist.