„Der Tod“ von Leo Tolstoi ist eine Novelle, die Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Die Erzählung reflektiert über den Tod und die Reaktionen der Hinterbliebenen darauf – insbesondere anhand der Figur des Richters Iwan Iljitsch Golowin, dessen Tod zum Ausgangspunkt wird, um Themen wie Sterblichkeit sowie die oft oberflächlichen Natur sozialer Beziehungen zu untersuchen. Zu Beginn der Novelle lernen wir die Folgen von Iwans Tod kennen: Seine Kollegen diskutieren im Gerichtssaal die Auswirkungen seines Todes und äußern dabei eigennützige Gedanken bezüglich möglicher Beförderungen sowie Veränderungen in ihrem beruflichen Leben. Während die Nachricht sich verbreitet, zeichnen sich ihre Reaktionen durch eine Mischung aus gespieltem Kummer und opportunistischen Überlegungen aus – was den Kontrast zwischen aufrichtigem Leid und oberflächlicher Heuchelei besonders hervorhebt. Die Erzählung nimmt schnell einen düsteren Ton an und bereitet so den Weg für eine tiefergehende Auseinandersetzung mit Iwans Leben sowie den gesellschaftlichen Einstellungen zum Tod, die im weiteren Verlauf der Geschichte thematisiert werden.