„Geschichte der Muslime Siziliens, Band I“ von Michele Amari ist eine historische Abhandlung, die Mitte des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Dieses Werk untersucht die Geschichte der muslimischen Herrschaft auf Sizilien – von ihrer ersten Ankunft an – und berücksichtigt dabei historische Quellen, um deren kulturellen und zivilisatorischen Beitrag zu Europa hervorzuheben. Es befasst sich außerdem mit den Herausforderungen bei der Erhaltung und Erforschung dieser reichen Geschichte, insbesondere aufgrund des Fehlens zeitgenössischer Aufzeichnungen sowie der Zerstörung arabischer Texte während und nach der normannischen Eroberung. Der Einleitungsteil skizziert den Kontext und betont die relative Unbekanntschaft mit der Geschichte der Muslime auf Sizilien – trotz ihrer bedeutenden Auswirkungen. Amari erörtert die begrenzten Quellen, die aus mittelalterlichen lateinischen und griechischen Chronikern überliefert sind, und beschreibt den allmählichen Wiedererlangung des Wissens über diese Epoche durch akribische wissenschaftliche Forschungen vom 16. bis zum 18. Jahrhundert. Er führt den Leser in verschiedene historische Quellen sowie Gelehrte ein, die zu einem besseren Verständnis der muslimischen Geschichte Siziliens beigetragen haben – und weist zugleich auf die Komplexitäten und Vorurteile hin, die diese wichtige Phase der italienischen und europäischen Geschichte historisch beeinflusst haben. Insgesamt setzt das Buch einen wissenschaftlichen Ton für die umfassenden Darstellungen in den folgenden Kapiteln.