„Eine kurze Geschichte des Freigeistes – Antike und Moderne, Band 2 von 2“ von J. M. Robertson ist eine historische Abhandlung, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Buch untersucht die Entwicklung des Freigeistes anhand verschiedener wichtiger Epochen und Ereignisse, wobei insbesondere England, Deutschland, Frankreich sowie andere europäische Länder vom Zeitalter der Reformation bis zum 19. Jahrhundert im Fokus stehen. Dieser Band beleuchtet die Kämpfe, Verfolgungen sowie intellektuellen Entwicklungen, die mit dem Aufkommen des Rationalismus und des säkularen Denkens im Widerspruch zu vorherrschenden religiösen Dogmen einhergingen. Der einleitende Teil der Arbeit beschreibt den Übergang zum modernen Freigeist in England während einer turbulenten historischen Periode, die die Herrschaften von Heinrich VIII., Maria und Elisabeth umfasste. Darin werden die harten Strafen aufgezeigt, denen Personen mit heterodoxen Überzeugungen – wie Anabaptisten und Unitarier – ausgesetzt waren, wodurch die Schwere der religiösen Verfolgung verdeutlicht wird. Zudem werden verschiedene bedeutende Freigeister dieser Epoche vorgestellt, ihre philosophischen Betrachtungen sowie die kulturellen Bedingungen beschrieben, die den Skeptizismus förderten – ebenso wie die Spannungen zwischen Glauben und Kritik innerhalb der literarischen und wissenschaftlichen Gemeinschaften jener Zeit. Diese einleitenden Diskussionen legen den Grundstein für eine umfassendere Betrachtung der Entwicklung des Freigeistes und des Rationalismus in ganz Europa in den folgenden Kapiteln.