„Europa seit 1918“ von Herbert Adams Gibbons ist eine historische Abhandlung, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Dieses Werk untersucht das politische und soziale Geschehen in Europa nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, erörtert die Konsequenzen der Friedensverträge sowie die anhaltenden Konflikte in der Region. Wahrscheinlich geht es auch auf die Misserfolge der Nachkriegsfriedensverhandlungen sowie auf die Unruhen ein, die auf ungelösten Problemen aus dem Vertrag von Versailles und anderen Abkommen beruhten. Der Beginn des Textes gibt zunächst einen Überblick über den Zustand Europas nach dem Waffenstillstand vom 11. November 1918 sowie über das Chaos, das durch die Friedensvereinbarungen entstand. Gibbons stellt den entscheidenden Schritt zur Beendigung des Krieges in Kontrast zum mangelnden Vorbereitungsgrad der siegreichen Nationen hinsichtlich der Friedensbedingungen. Er beschreibt, wie sich die Alliierten unvorbereitet fühlten, Friedensbedingungen zu diktieren – trotz der sich während des Krieges verändernden Machtverhältnisse und Erwartungen. Indem er die Widersprüche bei der Ausarbeitung der Verträge hervorhebt, kritisiert der Autor die politischen Entscheidungen, die zu anhaltender Instabilität führten, und fragt nach der Wirksamkeit des Völkerbundes bei der Förderung eines langfristigen Friedens inmitten weit verbreiteter Grollgefühle und gegensätzlicher nationaler Interessen.