„Die Schöpfung Gottes“ von Dr. Jacob Hartmann ist eine wissenschaftliche Veröffentlichung, die vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Das Werk befasst sich mit grundlegenden Fragen zur Natur Gottes und des Universums und bietet eine kritische Betrachtung religiöser Überzeugungen aus wissenschaftlicher Sicht. Der Autor möchte traditionelle Vorstellungen von Göttlichkeit entmythifizieren und plädiert für ein rationales Verständnis der Existenz, indem er betont, dass das Konzept Gottes eher ein Produkt der menschlichen Fantasie als eine übernatürliche Entität ist. Zu Beginn des Textes skizziert Dr. Hartmann die weit verbreitete Unzufriedenheit und den Skeptizismus gegenüber organisierten Religionen, kritisiert deren Grundlagen sowie die geistliche Autorität, die Dogmen aufrechterhält. Er erörtert außerdem den allmählichen intellektuellen Fortschritt der Menschheit – von primitiven Formen des Gottesdienstes bis hin zum wissenschaftlichen Bereich – und betont, dass neue Wahrheiten oft gegen etablierte Überzeugungen ankämpfen müssen. Anhand von Beispielen aus der Geschichte der Astronomie sowie Verweisen auf antike philosophische Denkweisen legt Hartmann den Grundstein für eine umfassendere Untersuchung der physischen und intellektuellen Entwicklung des Menschen und kommt schließlich zu dem Schluss, dass die Menschheit im Laufe ihrer Entwicklung ihre eigenen „Götter“ geschaffen hat.