„Die Geschlechter in Wissenschaft und Geschichte“ von Eliza Burt Gamble ist eine wissenschaftliche Abhandlung, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Dieses Werk untersucht aus biologischer und soziologischer Sicht das als unterlegen angesehene Verhältnis von Frauen zu Männern. Die Autorin möchte langjährige Dogmen bezüglich Geschlechterrollen in Frage stellen und Belege vorbringen, die die Bedeutung von Frauen für die menschliche Entwicklung unterstreichen. Zu Beginn des Textes weist Gamble auf die Vorstellung der männlichen Überlegenheit hin und betont, dass das weibliche Organismus keineswegs unterlegen sei, sondern aufgrund seiner entscheidenden Rolle bei Fortpflanzung und Erziehung sogar höher entwickelt sei. Sie macht außerdem darauf aufmerksam, dass historische und wissenschaftliche Kontexte – insbesondere die Evolutionstheorie – oft Frauen benachteiligt haben und deren wichtige Beiträge zur Gesellschaft dabei unberücksichtigt blieben. Mit dieser Einleitung legt Gamble den Grundstein für eine umfassende Untersuchung dieser Themen und strebt an, durch eine Kombination aus wissenschaftlichen Erkenntnissen und historischer Analyse die Mythen rund um Geschlechterrollen zu entlarven.
Die Erstausgabe erschien im Jahr 1894 unter dem Titel: „The Evolution of Woman“.