„Roma in der Erinnerung und Vorstellungskraft des Mittelalters, Band I“ von Arturo Graf ist ein wissenschaftliches Werk, das Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Buch untersucht die Darstellung und Bedeutung des antiken Roms im gesamten Mittelalter und konzentriert sich insbesondere auf Legenden sowie imaginative Erzählungen, die das kulturelle und historische Gedächtnis der Stadt widerspiegeln. Es zeigt auf, wie die Erinnerung an Rom verschiedene Aspekte des mittelalterlichen Lebens beeinflusste – und verdeutlicht so das nachhaltige Erbe dieser Stadt auch in Zeiten ihres Niedergangs. Der Beginn des Werkes enthält ein Vorwort, das den Rahmen für Grafes Untersuchungen legt. Der Autor erörtert das reiche Erbe der Legenden um das antike Rom und deren Einfluss auf die Wahrnehmung dieser Stadt im Mittelalter. Er betont die Bedeutung des Verständnisses dieser Legenden, um den spirituellen und intellektuellen Kontext jener Epoche zu erfassen – und argumentiert, dass sie unverzichtbar für die Geschichte Roms selbst seien. Graf möchte mit diesem Werk einen neuen Beitrag zum bestehenden historischen Diskurs leisten, indem er diese imaginären Formen beleuchtet, die – trotz ihrer fiktiven Natur – tiefgreifende Einsichten in die kulturellen Einstellungen und Überzeugungen jener Zeit liefern.