„Boesman-Geschichten, Teil 2: Tiergeschichten und andere Erzählungen“ von G. R. Von Wielligh ist eine Sammlung von märchenhaften Geschichten, die vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurden. Sie konzentrieren sich auf verschiedene Tiere und deren Beziehungen zueinander und geben Einblicke in das Verhalten sowohl der Tiere als auch der Boesman-Völker, die in diesen Erzählungen als ursprüngliche Geschichtenerzähler dargestellt werden. Die Geschichten vermitteln moralische Botschaften und thematisieren zugleich Klugheit, List sowie die Komplexitäten zwischenmenschlicher Beziehungen. Zu Beginn der Sammlung werden verschiedene Tiercharaktere vorgestellt – wie der Rabe, der Löwe und der Wolf – und es wird der Ton für Geschichten gesetzt, die diese Wesen in ihren jeweiligen Eigenschaften zeigen. Der Rabe zeigt dabei seine gierige Natur, als er um Hilfe bittet, um einen kranken Springbock zu töten, aber keinen geeigneten Verbündeten unter den hungrigen Tieren findet. Die Erzählung nutzt Humor und Ironie, um Krais Selbstgefälligkeit hervorzuheben und die Herausforderungen aufzuzeigen, die entstehen, wenn man versucht, das zu bekommen, was man begehrt, ohne dabei das Wohlergehen anderer zu berücksichtigen. Dies schafft einen fantasievollen Stil, der die Leser dazu anregt, die miteinander verknüpften Lebensweisen der Tiere sowie die Lektionen, die sie vermitteln, genauer zu erkunden.