„Madame Pierre Curie“ von Octave Béliard ist ein biografischer Essay, der Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Buch schildert das Leben und den Charakter Marie Curies und betont ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Pierre Curie, ihren Aufstieg im Hochschulwesen sowie ihre Bedeutung als Pionierin der Wissenschaft. Der Essay beginnt mit der angespannten Neugier der Öffentlichkeit, als Marie Curie nach dem Tod ihres Mannes ihren ersten Vortrag hält, und zeichnet dabei ihre ruhige Entschlossenheit sowie ihre bescheidene Autorität nach. Anschließend wird die frühe Entwicklung Pierre Curies, seine Ideale sowie sein Treffen mit der jungen polnischen Studentin beschrieben – eine Frau, die sowohl intellektuell als auch persönlich zu seiner gleichberechtigten Partnerin wurde. Die Erzählung schildert ihr gemeinsames Leben voller intensiver Forschungsarbeit, ergänzt durch einfache Freuden in der Natur und im Familienleben; ihre gemeinsamen Bemühungen führten schließlich zur Isolierung und Benennung von Polonium und Radium sowie zu den Auszeichnungen, die sie gemeinsam erhielten. Zudem wird beschrieben, wie Marie Curie die gemeinsame Arbeit fortsetzte, indem sie den Lehrstuhl an der Sorbonne übernahm. Der Essay schließt mit einer umfassenderen Reflexion über die Entwicklung der Rolle der Frauen – von passiver Begleiterin des Wissenschaftlers zur aktiven Mitwirkenden – und stellt Marie Curie dabei als Vorbild für die moderne, gebildete und hingebungsvolle Wissenschaftlerin dar.