„Das Haus mit der silbernen Tür“ von Eva March Tappan ist eine Sammlung von Kindermärchen, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurden. Sie bietet fantasievolle, leicht moralisierende Abenteuer voller sprechender Tiere, verzauberter Gegenstände, Riesen und königlicher Gestalten im Mondlicht – in denen mutige Kinder durch Güte, Mut und List ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Die frühen Geschichten handeln von Geschwistern, die eine wunderbare silberne Tür für ihre Eltern suchen, sowie von einem Jungen namens Hansel, der mit Hilfe magischer Helfer nach seinem Glück strebt. Die Sammlung beginnt mit dem Märchen „Das Haus mit der silbernen Tür“, in dem Silberjunge und Silbermädchen ihr Waldheim verlassen, um die silberne Tür zu finden. Unterwegs erhalten sie rätselhafte Hinweise von einem Zauberer-Eichhörnchen, verhandeln mit dem „Einsamen Axt“ und gewinnen die Hilfe eines freundlichen Riesen auf ihrem Weg zum Wunderpalast der Mondprinzessin. Silberjunges Suche nach Spinnenseide, um den Mond zu erreichen, führt dazu, dass er von einer rutschigen Spinne gefangen genommen wird – doch er wird zusammen mit der Perlenprinzessin vom nachdenklichen Schnecken und dem freundlichen Glühwurm gerettet. Es folgen fröhliche Hochzeiten, und schließlich bringen die Geschwister ihre Eltern in einen goldenen Palast hinter einer glänzenden silbernen Tür. Das nächste Märchen, „König Hansel der Erste“, erzählt von Hansels Abenteuern auf vier verschiedenen Wegen: Dabei hilft er einem Hahn, einer Katze und einigen Bienen – diese geben ihm jeweils eine Samenfrucht sowie kluge Ratschläge, wie er mit Riesen umgehen kann. Als er von drei monströsen Brüdern gefangen genommen wird, überlebt er, indem er die richtigen Antworten gibt; die Riesen hingegen kommen durch ihre eigene Dummheit und die Hilfe der verzauberten Welt ums Leben. In einem Verlies nutzen Hansel und ein gefangener Zauberer die Samenfrüchte, um Nahrung, ein Messer sowie Kreide für einen Schutzkreis herbeizurufen; gemeinsam besiegen sie den letzten Riesen und entdecken schließlich einen schatzgefüllten Palast – wo das Märchen mit der Vorbereitung auf einen neuen Anfang endet.