„Christopher und Kolumbus“ von Elisabeth von Arnim ist ein Roman, der Anfang des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde. Die Geschichte handelt von den Zwillingsschwestern Anna-Rose und Anna-Felicitas, die als Flüchtlinge auf den turbulenten Wellen des Krieges und der Identitätskrise von Europa nach Amerika reisen. Sie werden als Figuren dargestellt, die zwischen zwei Welten gefangen sind – sie kämpfen mit ihrer gemischten Abstammung sowie dem Verlust ihrer Mutter und suchen nach ihrem Platz in einem neuen Land. Der Beginn des Romans setzt einen bewegenden und verspielten Ton: Die Zwillinge übernehmen mit ihren reichen inneren Welten und lebhaften Fantasien die Persönlichkeiten von Christoph Kolumbus und seiner Besatzung. Sie befinden sich an Bord der amerikanischen Ozeanliner „St. Luke“, verlassen das graue, regnerische England und fühlen sich verletzlich sowie unsicher bezüglich ihrer Zukunft. Beide Charaktere zeigen ihre eigenen besonderen Eigenschaften: Anna-Rose ist äußerst beschützerisch und lebensfroh, während Anna-Felicitas eine träumerische Natur hat, die sie oft zu Gedanken über das Leben veranlasst. Durch ihren Dialog und ihre Interaktionen wird deutlich, wie sie mit ihrer neuen Realität, den Schatten ihrer Vergangenheit sowie ihren Hoffnungen auf Amerika umgehen – dabei vermischen sich Humor und Melancholie.