„Kommentar zum Galaterbrief“ von Martin Luther ist ein theologisches Werk, das Anfang des 16. Jahrhunderts verfasst wurde. Es bietet eine detaillierte Auslegung des Galaterbriefes des heiligen Paulus und konzentriert sich insbesondere auf die Lehre von der Rechtfertigung allein durch den Glauben – ein zentrales Prinzip der lutherischen Theologie. Dieser Kommentar dient sowohl als Verteidigung der paulinischen Lehren gegen jene, die sie verdrehen wollten, als auch als Untersuchung der Bedeutung des Glaubens an Christus für die Erlösung. Der Einstieg in dieses Werk legt den Grundstein für Luthers Ausführungen zu den zentralen Themen des Galaterbriefes. Luther beginnt damit, den Kontext von Paulus’ Schreiben zu erläutern und beschreibt dabei den Einfluss jener Judenchristler, die die Gläubigen in Galatien mit einer verzerrten Version des Evangeliums unter Druck setzten und die Befolgung des Gesetzes betonten. Er betont außerdem die Bedeutung der Autorität Paulus’ als Apostel und wiederholt, dass seine Lehren auf Offenbarungen von Jesus Christus beruhen. Luthers Ton ist leidenschaftlich und dringend; er weist dabei auf die Gefahren hin, die mit Abweichungen von den grundlegenden Überzeugungen des Christentums einhergehen. Der Einstieg dieses Kommentars schafft somit eine Grundlage für das Verständnis der Natur des Glaubens, der Gnade sowie der Wirkung des Evangeliums – sowohl auf einzelne Gläubige als auch auf die Kirche insgesamt.