„Die Religion Babyloniens und Assyriens“ von Theophilus G. Pinches ist eine wissenschaftliche Untersuchung der alten polytheistischen Überzeugungen der Völker des babylonischen und assyrischen Reiches, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Werk erörtert die Komplexität ihres religiösen Systems und behandelt einen Zeitraum von etwa fünf Jahrtausenden. Es untersucht die Entwicklung der Götter, Rituale sowie den Einfluss benachbarter Kulturen – insbesondere des Judentums und des späteren Aufkommens des Christentums. Der einleitende Teil des Textes gibt einen Überblick über das religiöse Geschehen im alten Mesopotamien und skizziert die zentralen Themen, die im weiteren Verlauf behandelt werden. Insbesondere wird auf die doppelte Herkunft der Religion – sowohl bei den Sumerer-Akkadern als auch bei den Assyrern-Babyloniern – sowie auf die verschiedenen Götter und ihre Bedeutung eingegangen. Der Autor weist außerdem darauf hin, wie sich die Pantheone im Laufe der Zeit verschmolzen haben und dass bestimmte Götter auch nach dem Aufkommen monotheistischer Religionen weiterhin verehrt wurden. Zudem werden wichtige Aspekte wie die Rolle von Tempeln, heiligen Texten sowie die grundlegenden Mythen vorgestellt, die das Verständnis der Menschen über das Dasein prägten. All dies bereitet den Weg für eine tiefergehende Untersuchung der Nuancen der babylonischen und assyrischen religiösen Praktiken.