„Bibliomanie im Mittelalter“ von F. Somner Merryweather ist eine historische Abhandlung, die Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Werk untersucht Themen wie das Buchsammlern sowie die Wertschätzung der Literatur im Mittelalter und konzentriert sich dabei insbesondere auf die klösterliche Kultur, die Buchproduktion sowie die Personen, die an der Erhaltung von Texten beteiligt waren. Es zielt darauf ab, den Irrtum zu widerlegen, dass das Mittelalter frei von intellektueller Tätigkeit war, und betont die reichen bibliophilen Traditionen jener Epoche. Der Beginn des Textes skizziert zunächst die vorherrschende Geschichtsschreibung, die das Mittelalter als eine Zeit der Unwissenheit und Superstition darstellt. Merryweather plädiert für ein differenzierteres Verständnis dieser Epoche und weist auf den Enthusiasmus der Mönche für Bücher sowie ihre umfangreichen Bemühungen hin, Wissen durch Transkriptionen und Illuminationen zu bewahren. Die Einleitung bietet zudem einen Kontext zum Thema, indem sie die Bedeutung klösterlicher Bibliotheken, den Einfluss religiöser Institutionen auf die Alphabetisierung sowie die Entwicklung einer Leidenschaft für das Sammeln und Schützen von Büchern erörtert – eine Leidenschaft, die Merryweather als „Bibliomanie“ bezeichnet. Im weiteren Verlauf des Textes werden Anecdoten und Details vorgestellt, die die kulturelle Bedeutung von Büchern und Lernen in dieser oft verurteilten historischen Epoche verdeutlichen.