„Suma y Narración de los Incas“ von Juan de Betánzos ist eine historische Abhandlung, die Ende des 16. Jahrhunderts verfasst wurde. Dieses Werk schildert die Geschichte, Abstammungslinien sowie bedeutende Ereignisse der Inka, wobei insbesondere die Gründung der Stadt Cuzco sowie die Vorfahren der Inka, die als Capaccuna bekannt waren, im Mittelpunkt stehen. Ziel des Textes ist es, die indigenen Erzählungen und das kulturelle Erbe Perus – insbesondere aus der Zeit unmittelbar vor der spanischen Eroberung – zu bewahren. Der Einleitungsteil gibt den Hintergrund des Werkes dar, erläutert seine Entstehungsgeschichte sowie die Motivationen des Autors. Juan de Betánzos, der während der spanischen Kolonialzeit als Übersetzer tätig war, versuchte, die Ursprünge und Abstammungslinien der Inka zu dokumentieren. Die ersten Kapitel befassen sich mit den mythischen Ursprüngen der Inka, einschließlich Berichten über den Schöpfergott Viracocha sowie dem Auftauchen der ersten Herrscher aus einer Höhle. Die Erzählung stellt zentrale Persönlichkeiten wie Mango Capac vor und erörtert die Grundlegenden Geschichten, die die Identität der Inka mit ihrem Land und seiner Geschichte verbinden – was den Weg für eine detaillierte Schilderung der inkaischen Zivilisation sowie ihrer bedeutenden Führer ebnet.