„Ethik“ von Benedictus de Spinoza ist ein philosophisches Werk, das zwischen 1661 und 1675 verfasst wurde. Mithilfe der geometrischen Methoden Euclids konstruiert Spinoza auf Grundlage von Definitionen und Axiomen ein radikales philosophisches System und leitet daraus Aussagen über Gott, die Natur, den Geist sowie menschliche Emotionen ab. Er argumentiert, dass Gott und das Universum eins seien, dass Geist und Körper untrennbar verbunden sind und dass Menschen kein freies Willen besitzen. Durch logische Beweisführung präsentiert Spinoza eine deterministische Sichtweise, nach der alles notwendigerweise aus der Natur des Seins selbst folgt.