„Tics and Their Treatment“ von Henry Meige und E. Feindel ist eine wissenschaftliche Veröffentlichung aus dem frühen 20. Jahrhundert. Das Werk befasst sich eingehend mit klinischen Beobachtungen und Behandlungsmethoden im Zusammenhang mit Tics, unwillkürlichen Bewegungen oder Lauten, die in der medizinischen Literatur oft übersehen werden. Die Autoren wollen das Verständnis von Tics von belanglosen Bewegungen zu ernsthaften medizinischen Anliegen heben, die gründliche Untersuchung und Intervention verdienen. Der Beginn des Buches stellt einen Patienten, O., vor, dessen Fall als umfassendes Beispiel für Tic-Erscheinungen und deren Ursprünge dient. Er schildert seinen Kampf mit verschiedenen Tics, die in der Kindheit begannen, und veranschaulicht, wie diese unwillkürlichen Handlungen mit psychischen Zuständen und gewohnheitsmäßigen Reaktionen verbunden sind. O. liefert aufschlussreiche Selbstbeobachtungen zu Beginn und Verlauf seiner Tics, reflektiert das Zusammenspiel von bewusstem Wunsch und unwillkürlichen Handlungen und erörtert zugleich familiäre Muster von Tics in seiner Familiengeschichte. Diese reichhaltige Erzählung bereitet den Boden für eine tiefergehende Erkundung der medizinischen und psychologischen Implikationen von Tics in den folgenden Kapiteln.