„Mythen der Cherokee“ von James Mooney ist eine ethnographische Abhandlung, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Dieses Werk dient als ausführliche Studie, die verschiedene Mythen, Legenden sowie historische Zusammenhänge des Stammes der Cherokee zusammenführt und Einblicke in ihre Kultur, ihren Glauben und ihre Traditionen bietet. Der Text basiert auf umfangreichen Feldforschungen, die der Autor über mehrere Jahre durchführte, mit dem Ziel, die reichen mündlichen Überlieferungen sowie historischen Erzählungen eines der bedeutendsten indigenen Stämme in den Vereinigten Staaten zu dokumentieren und zu bewahren. Der Einleitungsteil führt den Leser in den Kontext ein, unter dem diese Mythen gesammelt wurden, und betont die Bedeutung des Schutzes der Traditionen und Sprache der Cherokee. Mooney reflektiert über den Einfluss historischer Ereignisse auf den Stamm und hebt die Rolle der älteren Generationen hervor – sie bewahren das Wissen des Stammes trotz äußerer kultureller Drücke. Die ersten Kapitel erläutern den Zweck dieser Arbeit, die Dankbarkeit des Autors gegenüber verschiedenen Mitwirkenden an seiner Forschung sowie einen kurzen historischen Überblick über die Cherokee. Dies bereitet den Weg für die detaillierte Sammlung kosmogonischer Mythen, Geschichten über Tiere und Legenden, die nicht nur die Weltanschauungen des Stammes veranschaulichen, sondern auch seine tiefe Verbindung zum Land und zu seinem Erbe aufzeigen.