„Cameron of Lochiel“ von Philippe Aubert de Gaspé ist ein historischer Roman, der Mitte des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Die Handlung dreht sich um Archibald Cameron of Lochiel, einen jungen schottischen Exilanten in Kanada, und seine Freundschaft mit Jules D’Haberville, dem Sohn eines kanadischen Adligen. Der Roman thematisiert Fragen der Identität, Loyalität sowie die kulturellen Unterschiede zwischen den französisch- und englischsprachigen Gesellschaften Kanadas in einer Zeit politischer Spannungen. Zu Beginn des Romans lernen die Leser das lebendige Leben in Quebec kennen – zwei junge Männer, Jules D’Haberville und Archibald Cameron, bereiten sich darauf vor, nach ihrem Studium am Jesuitenkolleg getrennte Wege zu gehen. Die Erzählung zeigt ihre Kameradschaft auf und hebt Jules’ lebhafte Persönlichkeit hervor im Gegensatz zu Archibalds zurückhaltenderem Charakter; zugleich deutet sie bereits auf die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden hin – eine Bindung, die in den sich anbahnenden Konflikten ihrer Zeit auf die Probe gestellt wird. Während sie ihren eigenen Weg durch das Leben suchen, bietet der Roman eine ausführliche Betrachtung ihrer Freundschaft vor dem historischen Hintergrund Kanadas – ein Land voller kultureller Besonderheiten, lokaler Traditionen sowie Herausforderungen, denen sowohl Exilanten als auch Einheimische gegenüberstehen.