„Der Gefangene am Tresen: Ein Seitenblick auf die Verwaltung der Strafjustiz“ von Arthur Train ist ein Sachbuch, das Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Ziel des Buches ist es, das Strafjustizsystem detailliert und anschaulich zu beschreiben, dabei die Prozesse vom Verhafteten bis zur Verurteilung in den Mittelpunkt zu stellen sowie die Perspektiven der verschiedenen Beteiligten – Polizei, Anwälte und Angeklagte – zu untersuchen. Zu Beginn seines Werkes erläutert Train die Komplexitäten des Begriffs „Verbrechen“ und betont, dass die öffentliche Wahrnehmung oft von sensationslüsterner Medienberichterstattung geprägt wird und nicht durch ein Verständnis der damit verbundenen rechtlichen Prozesse. Er argumentiert, dass viele gängige Vorstellungen über Verbrechen und Kriminelle übertrieben oder falsch seien, und versucht, Klarheit über die Funktionsweise der Strafjustiz zu schaffen. Die Einleitung beschäftigt sich mit der Definition eines Verbrechens und erläutert die Feinheiten der juristischen Terminologie, wobei Unterschiede zwischen verschiedenen Arten von Verbrechen sowie deren Auswirkungen dargestellt werden. Damit legt Train den Grundstein für eine umfassende Diskussion darüber, wie Menschen als Kriminelle eingestuft werden können und welche gesellschaftlichen Konsequenzen solche Klassifizierungen haben.