„A triste canção do sul (subsidios para a historia do fado)“ von Alberto Pimentel ist eine zu Beginn des 20. Jahrhunderts verfasste historische Darstellung. Das Buch untersucht die Ursprünge, die Entwicklung und die kulturelle Bedeutung des Fado, einer traditionellen portugiesischen Musikgattung, die durch ihre melancholischen Themen gekennzeichnet ist. Pimentel beleuchtet den gesellschaftlichen Kontext, der den Fado prägte, untersucht seine Wurzeln und seine Darstellung der Erfahrungen und Gefühle des portugiesischen Volkes. Der Auftakt des Buches bietet eine eingehende Betrachtung der Etymologie und historischen Bedeutung des Wortes „Fado“ und stellt einen Zusammenhang zu Vorstellungen von Schicksal und Bestimmung her, wie sie in verschiedenen Kulturen verstanden werden. Pimentel bezieht sich auf verschiedene Dichter und klassische Deutungen, um zu zeigen, wie der Glaube an das Schicksal die portugiesische Kultur und Musik durchdrungen hat. Er hebt hervor, wie sich die moderne Auffassung des Fado als Lied, das die Sorgen des Lebens und die Vorstellung eines vorbestimmten Lebenswegs besingt, herausgebildet hat, und verbindet dabei sprachwissenschaftliche Analysen mit gesellschaftlichen Betrachtungen darüber, wie diese Lieder das Leben gewöhnlicher Menschen, insbesondere in Lissabon, widerspiegeln.