„Amor Crioulo“ von Abel Acácio de Almeida Botelho ist ein Roman, der Anfang des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde. Die Geschichte folgt João da Silveira, einem Portugiesen, der an Bord eines Schiffes nach Südamerika steigt und inmitten politischer Unruhen gefangen bleibt. Er kämpft mit Gefühlen der Exilierung sowie mit Heimweh nach seinem Land. Während seiner Reise werden Themen wie Identität, Liebe und gesellschaftliche Veränderungen immer deutlicher, während er sich auf die Geheimnisse der neuen Welt vorbereitet. Zu Beginn des Romans lernen wir João da Silveira kennen, als er in Lissabon an Bord des Schiffes „Almería“ steigt und über sein Gefühl der Verlorenheit sowie darüber nachdenkt, ein „Mann ohne Heimatland“ zu sein – insbesondere nach den Umwälzungen durch die Portugiesische Republik. In seinen inneren Reflexionen betrachtet er sein früheres Leben voller Privilegien und den starken Kontrast zu seiner aktuellen Realität. Während der Reise lernt er die schwierigen Lebensbedingungen der Passagiere der dritten Klasse kennen; obwohl seine ersten Gedanken dem Streben nach schönen Frauen in Südamerika gelten, muss er auch mit den Entbehrungen der weniger Glücklichen konfrontiert werden. Dies legt den Grundstein für seine emotionale und psychologische Entwicklung während dieser Herausforderungen auf See.