„Die neue Wissenschaft der Raumkommunikation“ von Vincent H. Gaddis ist ein populärwissenschaftlicher Artikel, der Mitte des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Er untersucht, wie Menschen Nachrichten von außerirdischen Intelligenzen erkennen, interpretieren und darauf reagieren könnten, wobei auf Ergebnisse der Radioastronomie, Mathematik sowie Forschungen zur Tierkommunikation zurückgegriffen wird, um praktische Wege zu einer interspezifischen und interstellaren Verständigung aufzuzeigen. Der Artikel betrachtet die Herausforderung in zweierlei Hinsicht: Zum einen den Aufbau von persönlichem Kontakt mit intelligenten nichtmenschlichen Wesen, zum anderen die Entwicklung eines universellen Verfahrens für Funkkommunikation über weite räumliche Distanzen. Er erörtert dabei verschiedene Ansätze – von riesigen Radioteleskopen und dem frühen SETI-Projekt „Project Ozma“ bis hin zu Dr. John C. Lillys Projekt „Project Dolphin“, bei dem Delfine menschliches Sprechen in hoher Geschwindigkeit nachahmen – und zeigt mögliche Wege zur Entwicklung einer interspezifischen Sprache auf. Gaddis schlägt außerdem Mathematik und zeitliche Abstimmungen als gemeinsame Grundlagen vor und erörtert Systeme wie Lincos sowie den Einsatz geometrischer Konzepte und bildlicher Symbole, um Bedeutungen Schritt für Schritt zu vermitteln. Er geht zudem auf rätselhafte historische Signale sowie Echoanomalien ein – darunter die Bemühungen im Jahr 1924, Signale vom Mars aufzufangen – und warnt vor den enormen Zeitverzögerungen sowie den Risiken einer Fehlinterpretation. Der Artikel schließt mit den kulturellen Auswirkungen eines möglichen Kontakts mit überlegenen Zivilisationen ab und plädiert für Vorbereitung, Geduld sowie sorgfältige Methoden, damit die Menschheit bei einem solchen Kontakt weise reagieren kann.
Hergestellt aus der Ausgabe von „Worlds of Tomorrow“ vom August 1963.