„More Than Skin Deep“ von Erle Stanley Gardner ist eine Kriminalgeschichte, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Die Handlung spielt in einer kleinen Bergstadt und handelt von einem angeblichen Raubüberfall mit anschließendem Mord. Der Text setzt auffällige „moderne“ forensische Methoden gegen eine solide, auf gesundem Menschenverstand basierende Polizeiarbeit in Kontrast. Im Mittelpunkt steht schließlich ein inszeniertes Verbrechen, das von einem örtlichen Polizisten aufgedeckt wird – dieser vertraut mehr auf Charakterbeurteilung und sorgfältige Beobachtungen als auf oberflächliche Hinweise. In Mesa Flat ruft der Händler Silas K. Mears die Polizei: Sein Tresor wurde aufgebrochen, 10.000 Dollar in Gold gestohlen und sein Angestellter Ben Drake liegt tot vor. Der berühmte Stadtdetektiv Big Bill Poindexter eilt zum Ort des Geschehens, beeindruckt die Einheimischen mit seinen Kenntnissen über Fingerabdrücke und macht den Bankkassierer Dick Lamb für den Mord verantwortlich – dabei finden sich sogar verschmutzte Overalls sowie ein Sack mit herumliegenden Goldmünzen. Der ruhige Polizist Dad Anderson stellt jedoch fest, dass die auf dem Tresor gefundenen Fingerabdrücke in der falschen Reihenfolge angeordnet sind; außerdem deuten Spuren darauf hin, dass die Dynamite innerhalb des bereits geöffneten Tresors gezündet wurde – und nicht von außen. Dad vermutet, dass Silas K. Mears den Raubüberfall inszeniert hat, um seine Schulden zu vermeiden, und tötete Ben Drake, als dieser ihn überraschte. Er hindert Mears daran zu fliehen, entlastet Dick Lamb und begleitet die erschütterte Familie nach Hause – und unterstreicht damit: Was bei der Aufklärung von Verbrechen wirklich zählt, geht weit tiefer als nur die Haut…