„Mademoiselle de Maupin“ von Théophile Gautier ist ein Roman, der Anfang des 19. Jahrhunderts geschrieben wurde. Die Geschichte untersucht Themen wie Liebe, Geschlechtsidentität und gesellschaftliche Normen anhand der Abenteuer ihrer zentralen Figur – Madeleine de Maupin, einer lebhaften und unkonventionellen Frau, die die damaligen Geschlechterrollen in Frage stellt. Der Beginn von „Mademoiselle de Maupin“ enthält eine Vorwort, das die zeitgenössischen gesellschaftlichen Sitten sowie die heuchlerischen Einstellungen gegenüber Moral und Tugend kritisiert. Gautier verwendet einen satirischen Ton, um seinen Abscheu vor jenen zum Ausdruck zu bringen, die von Tugend predigen, während sie selbst heuchlerisch Laster begatten. Er reflektiert zudem über die sich wandelnden Vorstellungen von Moral in der Literatur und liefert eine farbenfrohe, humorvolle Kritik an Journalisten sowie deren moralisierenden Tendenzen. Dieses Vorwort legt den Grundstein für die folgende Handlung und macht deutlich, dass der Roman eine Protagonistin zeigt, die die gesellschaftlichen Erwartungen an Weiblichkeit und Tugend ablehnt – etwas, das Gautier als absurd erachtet.