„Das Leben der Jeanne d’Arc, Bände 1 und 2“ von Anatole France ist eine historische Darstellung, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Dieses Werk geht auf das Leben einer der ikonischsten Persönlichkeiten der französischen Geschichte ein – Jeanne d’Arc – und verbindet ihre bemerkenswerten Leistungen mit dem zeitgenössischen Kontext, wobei auch verschiedene historische Quellen und Dokumente berücksichtigt werden. Francresses Darstellung zeichnet sich durch eine Mischung aus historischer Forschung und literarischem Talent aus; er strebt danach, Jeanne d’Arc in ihrer menschlichen Essenz darzustellen – jenseits der Schichten von Legende und Wunder, die ihre Geschichte umgeben. Der Beginn dieses Werkes enthält ein ausführliches Vorwort und eine Einführung, die Francresses wissenschaftliche Herangehensweise an das Thema erläutern sowie die Quellen aufzeigen, auf die er bei seiner Arbeit zurückgriff – darunter Gerichtsprotokolle und zeitgenössische Chroniken. Diese Einleitung legt die Grundlagen für das Verständnis von Jeannes Leben, wobei insbesondere ihr Prozess sowie die Zeugenaussagen, die Aufschluss über ihren Charakter und die Wahrnehmung ihrer Zeitgenossen geben, im Mittelpunkt stehen. Francresse wendet sich dabei gegen die hagiografischen Interpretationen von Jeannes Leben und betont, dass ihre Erlebnisse aus der Perspektive historischen Realismus – und nicht des Mystizismus – betrachtet werden sollten. Diese Einleitung dient nicht nur dazu, die historische Genauigkeit der Darstellung zu unterstreichen, sondern auch dazu, den Leser dazu anzuregen, Jeanne nicht ausschließlich als heilige Figur zu sehen, sondern vielmehr ihre Menschlichkeit sowie die politischen Komplexitäten ihrer Zeit in den Mittelpunkt zu rücken.