„Indien: Was kann es uns lehren?“ von F. Max Müller ist ein wissenschaftliches Werk, das aus einer Reihe von Vorträgen besteht, die an der Universität Cambridge gehalten wurden und vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurden. Dieser Text untersucht die Relevanz und Bedeutung der alten indischen Literatur, Kultur und Weisheit und zeigt auf, dass aus dieser Zivilisation wertvolle Lektionen zu lernen sind. Müller befasst sich außerdem mit den Missverständnissen hinsichtlich des intellektuellen Beitrags Indiens sowie mit den Vorurteilen, denen die Einwohner Britisch-Indiens ausgesetzt waren. Der Einstieg des Werkes legt den Grundstein für eine gründliche Untersuchung dessen, was Indien und seine alte Sanskritliteratur der heutigen westlichen Gesellschaft zu bieten haben. Müller äußert Zweifel daran, ob seine Vorträge für Personen nützlich sein können, die sich auf die Aufnahmeprüfungen für den indischen Zivildienst vorbereiten, und betont die Bedeutung, bei ihnen ein echtes Interesse an ihrer Arbeit sowie ein tieferes Verständnis für Indien zu wecken. Er wendet sich gegen die engstirnige Sichtweise, die die umfangreichen kulturellen und intellektuellen Ressourcen Indiens als unwürdig zum Studium erachtet, und argumentiert, dass das Engagement mit dem indischen Erbe das Leben derer bereichern kann, die dort tätig sind – und dabei ein tiefes Gefühl der Verbundenheit und Wertschätzung entstehen lässt.