„Über natürliche und übernatürliche Dinge“ von Basilius Valentinus ist ein philosophisches Werk, das sich mit der Alchemie – insbesondere mit der Natur von Metallen und Mineralien – beschäftigt und Ende des 17. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Werk stellt die natürlichen und übernatürlichen Bereiche gegenüber und untersucht die spirituelle Essenz von Metallen sowie die Möglichkeiten ihrer Verwandlung durch verschiedene alchemistische Prozesse. Valentinus, ein Benediktinermönch, versucht, die verborgenen Geheimnisse hinter diesen Veränderungen aufzudecken und verbindet dabei wissenschaftliche Forschung mit theologischen Überlegungen. Der einleitende Teil erörtert das Thema der Dualität zwischen Natürlichem und Übernatürlichem und erklärt, dass alles aus einem sichtbaren, greifbaren Element sowie einer unsichtbaren, spirituellen Essenz besteht. Valentinus zitiert verschiedene biblische Beispiele für übernatürliche Phänomene, um eine grundlegende Verständnisbasis für sein Thema zu schaffen. Der Text bereitet den Weg für einen tiefen Einblick in die alchemistischen Prozesse rund um die „erste Tinktur“ der Metalle und zeigt auf, wie diese verändernde Kraft sowohl zur physischen als auch zur spirituellen Erleuchtung führen kann. Insgesamt setzt dieser Beginn eine mystische Perspektive auf die Bedeutung chemischer Verwandlungen sowie deren Zusammenhang mit der göttlichen Schöpfung.