„Facundo“ von Domingo Faustino Sarmiento ist ein Essay, der 1845 während seines Exils in Chile veröffentlicht wurde. Das Werk untersucht die Konflikte Argentiniens nach der Unabhängigkeit aus der Perspektive des Gegensatzes zwischen Zivilisation und Barbarei. Sarmiento schildert das Leben von Juan Facundo Quiroga, einem gauchischen Militärführer und Provinzgouverneur, und kritisiert gleichzeitig die Herrschaft von Juan Manuel de Rosas. Der Essay beleuchtet tiefe kulturelle Unterschiede zwischen dem städtischen und ländlichen Argentinien sowie zwischen europäischen Idealen und lateinamerikanischer Realität und prägt damit Debatten über die nationale Identität, die bis heute in ganz Lateinamerika nachwirken.