„Fame Usurpate“ von Vittorio Imbriani ist eine Sammlung kritischer Studien, die Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurden. Das Werk besteht aus vier Hauptessays, die sich mit den Themen Literatur, Ruf und künstlerische Integrität beschäftigen und Imbrianis Verachtung für Oberflächlichkeit in der Poesie sowie seine Kritik an zeitgenössischen Literaten widerspiegeln. Der Titel deutet auf eine Betrachtung des Konzepts des „geborgenen Ruhms“ sowie der Folgen leerer, oberflächlicher Reputationen hin. Der Beginn von „Fame Usurpate“ erläutert die Motive des Autors für die Neuveröffentlichung seiner kritischen Studien – insbesondere seine entschlossene Verteidigung literarischer Qualität gegenüber Popularität, die durch Heuchelei und Mittelmäßigkeit erreicht wird. Imbriani drückt seine Frustration über die politische und literarische Situation Italiens aus, in der künstliche Reputationen echtes künstlerisches Talent in den Schatten stellen. In seinen Kritiken setzt er sich leidenschaftlich für eine Wiederbelebung des kulturellen Ansehens Italiens ein und befürwortet intellektuelle Unabhängigkeit sowie die Anerkennung wahrer künstlerischer Leistung – insbesondere im Fall des Dichters Aleardo Aleardi. Durch diese Kritiken legt Imbriani einen Ton der Ernsthaftigkeit gegenüber dem, was er als Selbstgefälligkeit seiner Zeitgenossen betrachtet, und zeigt eine scharfe Kritik an der oberflächlichen Auseinandersetzung mit Kunst und Literatur in seinem Zeitalter.