„Die Stellung der Wissenschaft in der modernen Zivilisation und andere Essays“ von Thorstein Veblen ist eine Sammlung von Aufsätzen, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurden. Dieses Werk untersucht den Einfluss und die Rolle der wissenschaftlichen Forschung im Rahmen der modernen Zivilisation und befasst sich mit Themen wie der Wahrnehmung der Überlegenheit der modernen Kultur, der Entwicklung des wissenschaftlichen Denkens sowie dem Verhältnis zwischen Wissenschaft und verschiedenen kulturellen Konstrukten. Veblens Analyse ist sowohl historischer als auch philosophischer Natur und zielt darauf ab, die Grundlagen des modernen wissenschaftlichen Denkens sowie seine Auswirkungen auf die Gesellschaft aufzudecken. Der einleitende Teil des Buches geht auf den Unterschied zwischen der modernen Zivilisation und früheren Kulturen ein. Er argumentiert, dass die moderne Gesellschaft zwar in ihrem sachlichen Verständnis und ihren wissenschaftlichen Fortschritten hervorragt, jedoch in Bereichen wie den kreativen Künsten und spirituellen Einsichten hinter anderen Zivilisationen zurückbleibt. Veblen weist darauf hin, dass das derzeitige Vertrauen in wissenschaftliches Wissen eine entscheidende Position in der modernen Zivilisation eingenommen hat und die Relevanz traditioneller Autoritäten wie Religion und Mythologie überholt hat. Er stellt kritische Fragen zur Entstehung dieser wissenschaftlichen „Kultur“ und untersucht ihre kulturellen Vorläufer sowie ihre Vereinbarkeit mit der menschlichen Natur. Diese einleitende Darstellung legt den Rahmen dafür, zu verstehen, wie Wissenschaft in der heutigen Gesellschaft sowohl als Vorteil als auch als potenzieller Nachteil für das menschliche Erleben angesehen wird.