„Freiheit unter dem Schnee – oder: Das grüne Buch“ von Mór Jókai ist ebenfalls ein historischer Roman, der Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Die Erzählung versetzt die Leser in eine angespannte Atmosphäre voller faszinierender Charaktere und thematisiert Fragen der Freiheit sowie von Konflikten – vor dem Hintergrund schneebedeckter Landschaften und militärischer Aktionen. Der Handlungszentrum bilden zwei Hauptfiguren: Ein adliger Krieger, der einer Spur aus Blut und Rosen folgt, sowie ein Mann, der auf eine Reise mit unerklärlichem Ziel aufbricht – was auf die möglicherweise miteinander verknüpften Wege ihrer Schicksale hindeutet. Der Beginn des Romans schildert eine düstere Szene in einem verschneiten Wald: Eine Gruppe Kosakenkavallerie transportiert dort einen gefesselten Mann entlang eines Pfades. Dieses beunruhigende Bild führt zu einer weiteren Figur, die nach Blutstropfen sucht – diese verwandeln sich im weißen Schnee in Rosen, was auf Themen des Opfers und der Schönheit inmitten von Brutalität hindeutet. Im Laufe der Erzählung werden die einsamen Bestrebungen dieser beiden Männer gegenübergestellt; dies schafft eine Atmosphäre des Geheimnisses bezüglich ihrer bevorstehenden Begegnung. Der Text deutet zudem auf ein bedeutendes Ereignis oder eine Enthüllung hin, sobald die Wege dieser Charaktere sich kreuzen – und wirft somit Fragen nach der Bedeutung von Freiheit inmitten von Unterdrückung sowie über die komplexe Natur ihrer Reisen auf.