„Kabuki: Die populäre Bühne Japans“ von Zoë Kincaid ist eine aufschlussreiche Darstellung der traditionellen japanischen Theaterform Kabuki, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Werk untersucht die Geschichte, die kulturelle Bedeutung und die Komplexität von Kabuki und betont dabei seine Wurzeln in der japanischen Gesellschaft sowie seine Entwicklung über drei Jahrhunderte hinweg. Kincaid beschreibt nicht nur die Aufführungen selbst, sondern auch die hingebungsvolle Handwerkskunst der Schauspieler sowie das lebendige Publikum, das diese einzigartige Theaterkunst unterstützt. Der Beginn des Textes sieht vor, dass die Autorin ihre Quellen und Einflüsse nennt – darunter bedeutende Wissenschaftler und Praktiker auf dem Gebiet des Kabuki. Zudem skizziert sie die Atmosphäre der Kabuki-Theater, in denen riesige Menschenmengen zusammenkommen, um Aufführungen zu erleben, die tief im Geist und in den Emotionen des japanischen Volkes verankert sind. Sie erläutert die Unterschiede zwischen Kabuki und anderen Formen des japanischen Theaters wie Nō und Ningyo-shibai und weist zugleich auf die dynamische Beziehung von Kabuki zu westlichen Theatertraditionen hin. Dieses einleitende Kapitel führt den Leser in die Vielfalt und Tiefe der Kabuki-Kunst ein und legt damit die Grundlage für eine vertiefende Auseinandersetzung mit ihren Konventionen, ihrer Wirkung auf das Publikum sowie ihrem künstlerischen Erbe in den folgenden Abschnitten.