„Ni rey ni roque (1–2 von 4): Ein historischer Episod aus der Herrschaft Philipps II.“ von Patricio de la Escosura ist ein historischer Roman, der Anfang des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Die Handlung spielt in Spanien Ende des 16. Jahrhunderts unter der Herrschaft Philipps II. und folgt Charakteren, deren Schicksale mit Themen wie Familientraditionen, sozialer Intrigen und persönlichen Geheimnissen verknüpft sind. Die zentrale Figur ist Don Juan de Vargas – seine Beteiligung an ungewöhnlichen Ereignissen und Rätseln bietet Einblicke in die gesellschaftliche, politische und moralische Atmosphäre jener Zeit. Der Roman beginnt mit einer Anmerkung des modernen Herausgebers zu textuellen Änderungen, bevor die eigentliche Erzählung beginnt. Die Geschichte wird durch das zufällige Treffen eines zeitgenössischen Erzählers mit Don Sebastián de Vargas eingeführt – einem ehemaligen Soldaten, der nun mit seiner Familie auf einem Landgut lebt. Dieses Treffen führt zu Geschichten über die Familiengeschichte sowie zu einer alten Bedingung in einem Testament, die Ehen über mehrere Generationen hinweg beeinflusst – insbesondere die der aktuellen Erben, Inesita und ihres Cousins Pedro. Die Haupthandlung wechselt anschließend zu einer historischen Darstellung, die sich auf Don Juan de Vargas konzentriert: Während seiner Reisen gerät er nach einem mysteriösen Zusammentreffen sowie einer falschen Anschuldigung in lokale Intrigen verwickelt. Die ersten Kapitel skizzieren lebhaft die Landschaft Spaniens auf dem Land und in kleinen Städten, stellen eine Vielzahl charaktervoller Nebenfiguren vor und führen schnell in spannende – manchmal sogar komische – Abenteuer ein, in denen Verwirrung, öffentliche Aufregung und Vorstellungen von Gerechtigkeit Don Juans Schicksal prägen.