„Der blaue Skarabäus“ von R. Austin Freeman ist eine Sammlung von Kriminalgeschichten, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurden. Die Erzählungen folgen dem gerichtsmedizinischen Ermittler Dr. John Thorndyke und seinem Kollegen sowie Erzähler Dr. Jervis bei der Aufklärung rätselhafter Verbrechen – mithilfe von Forensik, genauer Beobachtung und einfallsreichen Schlussfolgerungen. Zu erwarten sind rationale Rätsel, die mit antiken Überlieferungen, Familiengeheimnissen sowie verschlüsselten Hinweisen vermischt sind. Der Beginn dieser Sammlung präsentiert zwei Fälle: Zunächst führt ein Raubüberfall auf dem Land Thorndyke in die Legende der Familie Blowgrave über einen verschwundenen Onkel und verloren gegangene Juwelen. Während eines Ablenkungsfeuers wird eine Schreibtischschublade gestohlen; deren Inhalt wird mysteriöserweise zurückgebracht – außer einem blauen Skarabäus. Mithilfe der „Hieroglyphen“ auf diesem Skarabäus entschlüsselt Thorndyke englische Anweisungen, berücksichtigt Kompassabweichungen und findet schließlich einen vergrabenen Skelett sowie eine Truhe voller Juwelen. Dabei wird ein gieriger Cousin als Täter entlarvt. Im nächsten Fall erscheint ein scheinbarer Selbstmord in einem Pensionat in Margate verdächtig, nachdem Jervis und ein örtlicher Arzt Fußabdrücke von barfüßigen Eindringlingen entdecken – sowie Anzeichen dafür, dass der Täter durch einen Schornstein eingedrungen ist. Jervis vermutet, dass es sich um einen Mann aus dem Norden handelt, möglicherweise mit Seefahrerhintergrund; als potenzielle Verdächtige kommen außerdem ein schwedischer Besucher sowie der abwesende Ehemann der betroffenen Frau in Frage. Nach einem Streit mit der Polizei über die Beweise bringt Jervis seine Fotos und Schlussfolgerungen nach London, wo er zusammen mit Thorndyke eine umfassendere, unabhängige Untersuchung durchführt.