„Boblen“ von Edith Øberg ist ein Roman, der Anfang des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde. Er handelt von der intensiven, ungleichen Freundschaft zwischen Gudrun Haavaldsen – einem armen, impulsiven Mädchen aus einer überfüllten Familie – und Berit Sørlie, dem makellosen, sonnendurchfluteten Mädchen nebenan, das Gudrun als „die Blase“ verehrt. Durch Schulklassenrituale, den begehrten Garten, Puppenspiele sowie Gespräche über die Zukunft wird in diesem Roman auf Klassengegensätze, soziale Unterschiede, Ambitionen sowie die Schmerzen der jugendlichen Zuneigung eingegangen. Der Roman beginnt damit, dass Gudrun Berit durch einen Zaun beim Schaukeln beobachtet und sie später in der Schule trifft; von da an sitzt sie neben ihr. Gudrun unterrichtet Berit in Arithmetik, wird zum Kaffee und Waffeln in den Garten eingeladen – und ihre Bindung entwickelt sich: Gudruns Hingabe steht im Gegensatz zu Berits kühler Kontrolle. Durch Umgangsformen, Sprache und sozialen Status formt sich diese Beziehung weiter. Gudrun bemüht sich, ein besseres Leben zu führen: Sie lernt hart, gibt rauhes Spiel auf, arbeitet in einem Buchladen und nährt ihre gemeinsamen Fantasien mit Bildern aus Zeitschriften. Berit hingegen setzt Grenzen und lehnt sentimentale Gefühle ab. In der Mittelschule zieht eine modische Klassenkameradin namens Else Berit weg; ein beliebter Mitschüler namens Leif stößt Gudrun mit einer deutlichen Geste zurück. Im Herbst erhält Gudrun einen schäbigen Mantel, während Berit ein Klavier bekommt – Neid und Snobismus nehmen zu. Als Gudrun zufällig hört, wie Else und Berit sie herabwürdigen, konfrontiert sie Berit und sie streiten sich. Am Ende zieht Berit ihre Sachen und setzt sich neben Else; Gudrun bleibt allein im kalten, zerstörten Raum zurück.