„Celtic art in Pagan and Christian times“ von J. Romilly Allen ist eine wissenschaftliche archäologische und kunsthistorische Studie aus dem frühen 20. Jahrhundert. Sie untersucht Ursprünge, Entwicklung und Motive keltischer Kunst in Britannien und Irland in zwei großen Phasen – heidnisch und christlich – vor dem Hintergrund kontinentaler Kulturen wie Hallstatt und La Tène. Gestützt auf Ausgrabungen, Museumssammlungen und vergleichendes Ornament erklärt das Werk, wie Muster wie Spiralen, Zickzackbänder und Flechtwerk entstanden und auf Metallarbeiten, Keramik, Skulptur und, analog, auf illuminierten Handschriften erschienen. Der Beginn der Studie nennt als Ziel, den gegenwärtigen Kenntnisstand zu Ursprung und Wachstum der keltischen Kunst zu bündeln, und schreibt jüngeren Funden (Aylesford, Glastonbury, Hunsbury; Hallstatt und La Tène; Gräberfelder der Marne) zu, Zeitstellung und Einflussquellen neu zu formen. Sie skizziert die Kelten in der klassischen Literatur und Kunst und wendet sich dann der Archäologie zu, um die Hallstatt- (frühere) und La-Tène-Kulturen (spätere) der Eisenzeit zu bestimmen, ihre Waffen, Fibeln, Schilde, Helme und die Rolle des griechischen Handels bei der Prägung gallischer Stile; sie betont auch die keltische Gewohnheit, fremdes Münzwesen nachzuahmen. Die Darstellung verfolgt dann, wie goidelische Kelten in das bronzezeitliche Britannien eindrangen, auf neolithische, iberisch anmutende Bevölkerungen trafen, und unterscheidet Goidelen und Brythonen sprachlich (Q vs. P) und kulturell (Bronzezeit vs. frühe Eisenzeit), bevor sie grobe bronzezeitliche Chronologien vorschlägt. Zu Beginn der Kunsterörterung katalogisiert das Buch die wichtigsten Zeugnisse – Grabhügel, Siedlungen, Hortfunde, Einzelfunde und Felsritzungen – und zeigt, wie bronzezeitliche Bestattungssitten und Keramiktypen (Leichenbrandurnen, Speisegefäße, Trinkbecher, Räucherbecher) vor allem mit zickzackbasierten geometrischen Schemata verziert sind, ausgeführt durch Eindruck von Schnüren, Werkzeugen und Stempeln. Es erklärt mit klaren geometrischen Zerlegungen, wie Dreiecke, Rauten, Andreaskreuze und hexagonale Wirkungen aus dem Zickzack hervorgehen, und stellt diese den Spiralmotiven gegenüber, die auf bearbeiteten Steinen (namentlich in Newgrange) vorkommen, nicht auf britischen Bronzen. Der Abschnitt schließt, indem er jene Spiralen mit skandinavischer bronzezeitlicher Metallkunst verknüpft und ein Geflecht kontinentaler Verbindungen unterstreicht.