„Nausica: Eine Tragödie in drei Akten nach der Odyssee Homers“ von Joan Maragall ist eine zwischen 1908 und 1911 verfasste Tragödie. Dieses posthume Werk stellt die Begegnung zwischen der jugendlichen Prinzessin Nausica und dem reifen Helden Odysseus auf seinem Heimweg nach Ithaka neu dar. Inspiriert von Goethes Version untersucht Maragall die unmögliche Anziehungskraft zwischen der jungen Prinzessin und dem erfahrenen Wanderer – beide sind schließlich an ihre unvermeidlichen Schicksale gebunden. Die Tragödie endet mit einem tränenreichen Abschied, anstatt in Verzweiflung; beide Charaktere akzeptieren dabei ihr eigenes Schicksal.